Xing oder LinkedIn zum Unternehmensvorteil nutzen

Es gibt kaum noch Geschäftsführer, Marketingleiter oder Manager, die kein privates Xing oder LinkedIn Profil haben. Trotz dieser vielen Personenprofile steht es um die Unternehmenspräsenzen deutlich schlechter. Wie man Xing und LinkedIn im B2B zum eigenen Unternehmensvorteil nutzen kann, welche Ziele man mit Xing und LinkedIn verfolgen kann und wie externe Dienstleister zum Erfolg beitragen können, erfahrt ihr in unserem heutigen Blogtext.

 

Xing und LinkedIn Unternehmensprofil: Ja oder nein?

Normalerweise bin ich kein Freund von Pauschalaussagen, diesmal funktionieren sie aber ziemlich gut: B2B Unternehmen brauchen ein Xing und / oder LinkedIn Unternehmensprofil! Es erhöht die Markenbekanntheit des Unternehmens und führt zusätzlich zu einer besseren Auffindbarkeit bei Google. Auch das Recruiting wird mit diesen Kanälen einfacher.

 

Xing oder LinkedIn? 

Googelt man dieses Thema findet man viele Artikel, in denen Xing und LinkedIn gegenübergestellt werden und diskutiert wird, für wen welcher Kanal besser geeignet ist. B2B Unternehmen, die vor allem im deutschsprachigen Raum aktiv sind, empfehle ich eher Xing. Befindet sich die Zielgruppe eines B2B Unternehmens eher im Ausland, ist LinkedIn wahrscheinlich die bessere Wahl.

Mein Tipp: Ist es euch auf Grundlage eurer Unternehmensstrategie nicht möglich, eine eindeutige Entscheidung für den einen oder den anderen Kanal zu treffen und ihr habt die nötigen Ressourcen beide Kanäle zu bespielen, empfehle ich auf beiden Kanälen aktiv zu sein.

 

Zielsetzungen mit Xing und LinkedIn

Es gibt für beide Business Netzwerke zwei übergeordnete Ziele:

  1. Markenbekanntheit steigern
    Bereits mit den kostenfreien Unternehmensprofilen kann man erfolgreiches Eigenmarketing betreiben. Dies gelingt durch die regelmäßige Veröffentlichung von News und eigens für die Business Community verfassten Artikeln.
  1. Recruiting
    Mit den kostenfreien Profilen von Xing und LinkedIn ist es für Unternehmen nur sehr eingeschränkt möglich, tatsächlich Recruiting zu betreiben. Es gibt lediglich die Möglichkeit, News aus dem eigenen Unternehmen zu veröffentlichen, um das eigene Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber auftreten zu lassen. Neben den wenigen kostenfreien Möglichkeiten gibt es sehr viele kostenpflichtige Wege, die beiden Business Netzwerke als Recruiting Kanäle zu nutzen. Dazu später mehr.

 

Akquise über Xing und LinkedIn

Aufmerksame Leser mögen jetzt vielleicht behaupten, dass ein weiteres wichtiges Ziel noch nicht genannt wurde: Die Rede ist von der Akquise via Xing und LinkedIn. Selbstverständlich ist es eines der großen Ziele, die ein B2B Unternehmen mit der Präsenz auf den beiden Buisness Netzwerken verfolgt. Ein Unternehmensprofil ist hierfür sehr hilfreich, denn eine hohe Bekanntheit in der Branche ist sehr wichtig, benötigt aber Unterstützung von Personenprofilen. Sprich: Nur wenn die Entscheider eines Unternehmens mitziehen und auf Xing und LinkedIn aktiv werden, wird sich die Präsenz des Unternehmens auf den beiden Plattformen nachhaltig auszahlen.

Mein Tipp: Unternehmen, die auf Xing und LinkedIn erfolgreich sein wollen, sollten mit Dienstleistern zusammenarbeiten. ABER wirklich erfolgreich wird das Unternehmen auf diesen Plattformen erst, wenn die Entscheider des Unternehmens auch selbst aktiv werden.


Markenbekanntheit steigern

Selbstverständlich bieten die beiden Businessprofile auch Marketinglösungen an, um die Markenbekanntheit des Unternehmens zu steigern. Bei Xing gibt es die in der folgenden Abbildung enthaltenen Werbemöglichkeiten.

Wie ihr seht, kann man bei Xing sowohl Ads für das Unternehmensprofil, das in seiner bezahlten Version auch Employer Branding Profil genannt wird, als auch für die Business Page schalten. Die Business Page ist eine gesonderte Seite, die vor allem für Unternehmen spannend ist, die für ihre Produkte nochmals eine eigene Seite erstellen möchten.

LinkedIn bietet ähnliche Marketinglösungen an, zum Beispiel Sponsored Content, Sponsored Inmails und Sponsored Text ads. Was sich hinter den drei Begriffen versteckt erklärt LinkedIn selbst recht ausführlich.

Mein Tipp: Vor allem hier kommen jetzt Agenturen wie A&M in Spiel: Diese Arbeit – das Erstellen von optimal ausgesteuerten Werbeanzeigen – lässt sich sehr gut an externe Dienstleister abgeben.

 

Recruiting mit Xing und LinkedIn

Beide Business Netzwerke bieten kostenpflichtige Lösungen an, um das Recruiting zu professionalisieren.

Bei Xing gibt es da zum einen das Employer Branding Profil – die Bezahlversion des Unternehmensprofils (nicht zu verwechseln mit der Business Page). Dieses Profil ist grundlegend, um über diese Plattform erfolgreiches Recruiting zu betreiben. Es gibt einem unter anderem die Möglichkeit, Statistiken zum eigenen Unternehmensprofil einzusehen. So sieht man beispielsweise, wer sich für das Unternehmensprofil interessiert. Vielleicht handelt es sich hierbei um einen neuen potenziellen Arbeitnehmer? Außerdem bietet Employer Branding die Möglichkeit, das eigene Unternehmensprofil attraktiv zu gestalten. Neben Bildern lassen sich auch Videos hochladen, die einen Einblick in das Daily Business der Firma geben. Ein kleines Schmankerl, das man bei Employer Branding automatisch dazu bekommt, ist ein „Pro“ Profil des eigenen Unternehmens auf kununu. Man bekommt auch hier mehr Gestaltungsfreiraum, wenn es um die Integration von Bildern, Videos oder Unternehmensnews geht.

Bei LinkedIn gibt es die Career Page – eine kostenpflichtige Seite, die grundlegend für das Recruiting ist. Diese Seite ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Employer Branding Profil bei Xing. Ein großer Unterschied ist, dass das Unternehmensprofil neben der Career Page bestehen bleibt. Das unbezahlte Unternehmensprofil wird nicht zur bezahlten Career Page – beide Profile koexistieren.

 

Kosten für Employer Branding und Career Page

Zu den Kosten des Employer Branding Profils (Recruiting via Xing) sowie der Career Page (Recruiting via LinkedIn) kann ich leider keine Pauschalaussagen machen, denn diese berechnen sich nach der Unternehmensgröße.

Mein Tipp: Greift direkt zum Telefonhörer und lasst euch ein Angebot erstellen. Viele Zahlen, die man im Web findet sind veraltet, nicht offiziell von Xing und LinkedIn herausgegeben und zum Teil auch verhandelbar. Aber auch diesen Schritt kann man getrost externen Agenturen übertragen.

 

Xing & LinkedIn Recruitingtools im Überblick

  • Xing TalentManager
    Recruiter kennen es: Sobald eine Stellenanzeige online ist, trudeln die Bewerbungen ein und man kann schnell den Überblick verlieren. Mit dem Xing TalentManager könnt ihr eine Liste der Bewerber übersichtlich verwalten und um eigene Notizen ergänzen.
  • Xing EmpfehlungsManager
    Der XING EmpfehlungsManager erkennt potenzielle neue Kollegen in den Kontaktnetzwerken der Mitarbeiter, die zu offenen Stellen passen.
  • Xing TalentpoolManager
    Es werden automatische Talent-Pools mit Profilen potenzieller Kandidaten erstellt.
  • Xing E-Recruting 360°
    Das Paket E-Recruting 360° ist eine All in One Lösung. Es beinhaltet alle Recruitingtools von Xing.

 

  • Linkedin Recruiter Light
    LinkedIn gibt Recruitern acht Suchfilter an die Hand um geeignete Kandidaten zu finden. Bei Recruiter Light stehen einem 30 InMail Nachrichten im Monat zur Verfügung.
  • LinkedIn Recruiter
    Im Paket Recruiter stehen einem zum Beispiel mehr Suchfilter zur Verfügung. Auch die Anzahl der inkludierten InMails ist größer.
  • LinkedIn Pipeline Builder
    Dieses Feature dient unter anderem zum Aufbau von Talent Pools und vielem mehr.

 

Die beiden Business Netzwerke können viel, sehr viel sogar. Bevor ein Unternehmen dort aber erfolgreich sein kann, müssen die Ziele definiert werden, denn mit Xing und LinkedIn können viele unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Ist dieser erste Schritt getan, muss sich erst in die Welt der beiden Business Netzwerke eingearbeitet werden. Xing und LinkedIn jonglieren mit vielen unterschiedlichen Begriffen wie „Employer Branding Profil“, „InMail“ und Co. Es dauert, bis man sich in dieser Welt zurechtfindet. Deshalb mein Rat: Scheut euch nicht, den Xing & LinkedIn Mitarbeitern Löcher in den Bauch zu fragen. Ein für euch komfortablerer Weg ist natürlich der über einen Dienstleister wie Ansel & Möllers.

 

Ich hoffe, ich konnte einige Fragen beantworten, freue mich aber natürlich auch über eure Anregungen.

 

Bildquellen:

Titelbild: © shutterstock Artram
Beitragsbild: © Xing

Profilbild Ann-Catrin Eckstein

Ann-Catrin Eckstein

Junior Beraterin Content Digital und Social Media

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